HESSE

HERMANN

DICHTER
MALER

KULTFIGUR

 

Hermann Hesse - Dichter, Maler, Kultfigur

Ernst Barlach Museum Wedel

13. Mai bis 25. November 2018

 

 

 

2018 jähren sich die Ereignisse der so genannten 68er Studentenbewegung zum 50. Mal. Das ist für die Ernst Barlach Gesellschaft ein Anlass, noch einmal Leben und Werk von Hermann Hesse neu zu betrachten und ihm eine große Ausstellung zu widmen, denn Hermann Hesse war eine der „Kultfiguren“ der 68er Generation.

 

Die Ausstellung „Hermann Hesse - Dichter, Maler, Kultfigur“ zeigt über 200 Aquarelle, Handschriften, Typoskripte, Fotos, Filme und Illustrationen zu Leben und Werk von Hermann Hesse.

 

Die Ausstellung zeigt ausführlich die literarische und bildkünstlerische Entwicklung Hesses, dokumentiert aber auch die große Hesse-Euphorie innerhalb der individualistischen und nonkonformistischen Gegenkultur der 60er und 70er Jahre, als seine Bücher einer Welle der Begeisterung auslösten, aus der heraus zahlreiche Künstler zu Verfilmungen, Illustrationen und Vertonungen von Hesse Werken angeregt wurden.

 

Das wachsende Interesse, das die Gegenkultur der jungen amerikanischen Generation in den späten 50er und frühen 60er Jahren Hesses Werk entgegen brachte, führte zu einer unvergleichlichen Hesse-Renaissance auch in Deutschland: Siddhartha und Harry Haller wurden zu Symbolfiguren für eine antibürgerliche Protesthaltung und eröffneten als Vertreter eines radikalen Individualismus einer von der Politik enttäuschten Generation neue Möglichkeiten der Identifikation.

 

Aber auch heute, über 55 Jahre nach seinem Tod, ist Hermann Hesse einer der beliebtesten und auflagenstärksten Schriftsteller der Welt. Hesses unverwechselbare Sprache verzaubert und besticht, weil sie wundervoll klar und unverstellt ist. Denn immer geht er aufs Ganze und schont auch sich selber nicht bei seiner Sehnsucht nach Liebe, Sinn und Selbstbestimmung.

 

Seine Romane sind existenzielle Gleichnisse, Parabeln, Legenden, Seelenbiographien, Abenteuerreisen zu den Fundamenten des Selbst, jeden Leser betreffend in ihrer radikalen Subjektivität. Gerade sein unmodisches Beharren auf Gewissen, Geist und Beseelung des Lebens ist es, was immer noch so frisch und provozierend alternativ wirkt. Und mit den Attributen phantastisch, metaphysisch, sinnlich, überschwänglich, abgründig, irrational, spontan und schöpferisch kann er auch den heutigen Leser noch mit Leichtigkeit erreichen.

 

Denn leider sind unsere Probleme seit Hesses Tagen weitgehend die gleichen geblieben: die Regie des Geldes, der Kontrollzwang des Staates, die geistlose Beliebigkeit des Kulturbetriebs und die Vermassung und Anonymisierung des Lebens. Nach wie vor progressiv dagegen ist Hesses Aufforderung zum Eigensinn, zum Protest, zum Widerstand gegen Anpassung und Fremdbestimmung angesichts der Konformität in Institutionen, Schulen, Medien und Parlamenten.

 

Mit über 150 Millionen Büchern ist Hermann Hesse heute in aller Welt verbreitet. In mehr als 70 Sprachen übersetzt, zählt er zu den bedeutendsten, Autoren des 20. Jahrhunderts. Jährlich finden rund um den Globus zahl reiche weitere Hesse-Bände ihre Leser. Eine unvergleichliche Wirkungsgeschichte!

 

 

 

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